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Mentale Vorbereitung für deinen Boxkampf Teil 1


Eine Trainerin zieht einer Boxerin den Kopfschutz an für den Kampf
Bild von Unsplash.com

Es gibt zahlreiche Dinge, die leichter sind, als sich mental auf einen Boxkampf (oder Kickboxkampf, MMA-Fight etc.) vorzubereiten.


Zum Beispiel eine Reise zu planen oder Joghurt im Handstand zu essen. Auf einem SUP-Board. Bei hohem Wellengang.


Aber Spass beiseite.


Wenn du jemals einen Kampf absolviert hast, weisst du, was es damit auf sich hat. Und das gilt für jeden Sportwettkampf. This shit is hard! Trotz allem haben wir die Spitzendisziplin der Schwierigkeitsskala gewählt. Ich meine, du wirst in einen Ring oder Käfig gesperrt und musst dich frei prügeln. Gegen jemanden, der darin trainiert ist, dich umzuhauen.


Wieso machen wir das nochmal?

 

 

Wie bereite ich mich mental auf einen Boxkampf vor?

 

Unsere Trainer*innen haben es in der Regel drauf, uns körperlich auf einen Kampf vorzubereiten. Aber mental, das ist ein anderes Kaliber.


Dies ist Teil 1 einer Serie, in der ich dir diverse Tipps zur mentalen Kampfvorbereitung geben werde.


Wenn du jedoch von Gedanken geplagt wirst, wie du sie im Intro siehst (ich werde mich MIT JEMANDEM RICHTIG PRÜGELN?!), lohnt es sich, deine mentalen Ressourcen früh genug anzuzapfen und Unsicherheiten und Ängste in Potenzial und Kraft umzuwandeln.


Das gilt übrigens auch, wenn du gar nicht oder nur ein bisschen bibberst vor dem Kampf. Mental gibt es immer etwas zu verbessern. Das wissen auch die besten Spitzensportler.


Heute will ich mich aber auf Folgendes konzentrieren:

 

 

Wie bereite ich mich mental am Wettkampftag auf einen Boxkampf vor?

 

An einem Wettkampftag gibt es zwei Dinge, die dir helfen:


Kontrolle und Sicherheit.


Aber - wie viel Kontrolle hast du im Ring? Wie viel Sicherheit gibt es in einem Kampfsetting?


Schwierig. Du kannst das Aussen nicht kontrollieren. Sehr wohl aber dein Inneres.

Denn, wir können ein bisschen tricksen. Deinem Gehirn wenigstens die Illusion von Kontrolle und Sicherheit geben. Das funktioniert. Denn dein Gehirn kann nicht gut unterscheiden, was echt ist und was du quasi nur vorgibst.


Du kannst also eine Illusion von Sicherheit und Kontrolle kreieren und es hilft deinem Körper, besser vorbereitet zu sein und lässt dich ruhiger werden, hilft dir, dich zu fokussieren.


Doch wie kreierst du diese Illusion?


Indem du zum Beispiel eine immer gleiche Routine am Wettkampftag einbaust.

Dazu eignet sich beispielsweise ein 10-Schritte-Plan, den du jedes Mal genau einhältst.


Ich gebe dir ein Beispiel:

 

  1. 07:00 Der Wecker klingelt. Du meditierst 10 Minuten.

  2. 08:00 Auf dem Weg zum Wägen sagst du immer wieder dieselben Mantras auf.

  3. 08:30 Beim Umziehen stellst du dir vor, dass du einen Schutzanzug anziehst oder die Stärken deines Vorbilds - mit jedem Kleidungsstück ziehst du eine Eigenschaft an, die du haben willst.

  4. 09:00 Du isst deinen bestimmten Wettkampfriegel und trinkst dein Wettkampfgetränk 

  5. 09:30 Du gehst metal deine Haupt-Kombis durch

  6. 09:45 Widerholung deiner Mantras

  7. 10:00 Du wirst mit Thaiöl eingerieben und denkst daran wie es sich anfühlt, wenn du gewinnst.

  8. 10:15 Du hörst deine Playlist

  9. Einwärmen mit den Pads

  10. Du legst die Bandagen an. Jede Bandage ist in deiner Vorstellung eine gefährliche Waffe, welche deine Fäuste schneller und kraftvoller macht.

 

Dies nur mal so als Beispiel. In den diversen Punkten sind teilweise weitere mentale Techniken verpackt, die ich im nächsten Blogartikel genauer beschreiben werde.

 

 

Ja aber, wann soll ich das alles machen?


Ich höre dich schon. Wie zur Hölle willst du im stressigen Wettkampftag noch all diese Schritte einbauen? Du weisst ja manchmal nicht mal genau, wie lange du für das Wiegen anstehen musst oder wann dein Kampf genau ist.


Dies ist nur ein Beispiel.

Du kannst auch kleiner anfangen.


Vielleicht fängst du mal mit fünf Schritten an. Hauptsache, du hältst die Schritte immer ein. Natürlich darfst du dabei auch Anpassungen machen, Dinge dazu nehmen oder weglassen.


Mach es so, wie es für dich stimmt.


Diese Routinen können dir übrigens auch sonst helfen, wenn du zum Beispiel einen schwierigen Test bestehen musst oder einen öffentlichen Vortrag halten musst oder was auch immer.


Für mehr Details zu den einzelnen Punkten, hör rein in meinen Podcast. Und schaue in zwei Wochen wieder rein, wenn ich die diversen Methoden genauer beschreibe.


Was gibt dir Sicherheit vor einem Wettkampf?

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