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Angst im Kampfsport: So trainierst du mentale Stärke und Selbstvertrauen

31. Aug.
2 Min. Lesezeit
Angst kann dich zurückhalten oder dich pushen - Foto von Melanie Wasser auf Unsplash
Angst kann dich zurückhalten oder dich pushen - Foto von Melanie Wasser auf Unsplash

Angst im Kampfsport ist völlig normal. Ob beim Sparring, vor einem Wettkampf oder wenn plötzlich eine neue Trainingspartnerin vor dir steht: Dein Kopf kann dir ziemlich überzeugend erzählen, was du alles nicht kannst.


Die gute Nachricht: Mentale Stärke im Kampfsport ist trainierbar. Du kannst lernen, mit Angst umzugehen, dein Selbstvertrauen aufzubauen und auch unter Druck handlungsfähig zu bleiben.



Warum haben wir im Kampfsport überhaupt Angst?


Angst ist ein Schutzmechanismus. Dein Gehirn erkennt eine mögliche Gefahr und bereitet deinen Körper darauf vor, zu reagieren. Dein Puls geht hoch, deine Atmung verändert sich, deine Muskeln spannen sich an...


Beim Sparring kann das besonders deutlich werden. Du kennst deine Technik. Du hast deine Kombinationen hundertmal trainiert. Und dann steht plötzlich eine echte Person vor dir, die zurückschlägt. Und dein Gehirn so: !!!


Gratulation, dein Körper macht seinen Job. Angst ist etwas normales und wichtiges.

Das Problem entsteht erst dann, wenn die Angst dich kontrolliert.



Angst beim Sparring: Wenn dein Kopf plötzlich stärker ist als du


Eine der häufigsten Situationen, in denen die Angst sich im Kampfsport zeigt sind Wettkämpfe und Sparring. Du hast im Training eigentlich alles im Griff. Pratzen? Kein Problem. Boxsack? Läuft. Technikdrills? Easy.


Und dann musst du sparren oder sogar in den Ring und plötzlich wirst du langsamer. Du hältst den Kopf zurück. Du traust dich nicht mehr, anzugreifen. Du reagierst nur noch.


Oder du gehst viel zu aggressiv rein. Beides kann passieren und beides hat häufig weniger mit deiner Technik zu tun als mit deinem Mindset. Denn unter Stress greifen wir auf das zurück, was wir wirklich automatisiert haben.


Genau deshalb ist Techniktraining so wichtig. Wiederholen, wiederholen, wiederholen. Aber auch deine mentale Stärke und wie du diese trainiert hast zeigt sich in diesen Situationen.



Verlasse deine Komfortzone. Aber bitte mit Plan.


Ich bin ein grosser Fan davon, die Komfortzone zu verlassen. Aber einfach immer nur durchzubeissen ist nicht automatisch gutes Training. Du musst danach auch hinschauen.


Was ist passiert? Was hat gut funktioniert? Wo bist du eingefroren? Wann hast du angefangen, hektisch zu werden?


Genau hier beginnt Entwicklung. Nimm dich dazu ruhig auf Video auf, du wirst den Cringe überwinden ;)



Mentale Stärke im Kampfsport bedeutet nicht, keine Angst zu haben


Das ist ein wichtiger Punkt. Mentale Stärke bedeutet :


Ich habe Angst und kann trotzdem handeln.


Du kannst nervös sein und trotzdem in den Ring oder in die Sparringsession gehen. Du kannst Respekt vor deiner Gegnerin haben und trotzdem nach vorne pushen. Das ist echte Stärke. Nicht die Abwesenheit von Angst ist das Zeil, sondern die Fähigkeit, mit ihr umgehen zu lernen. Dinge zu tun, OBWOHL du Angst hast.




Und wenn die Angst trotzdem bleibt?


Es gibt für alles eine Lösung und Methoden, besser zu werden. Der Umgang mit der Angst ist hier nicht anders. Angst ist kein Beweis dafür, dass du nicht bereit bist. Sie ist eine Information. Hör ihr zu, analysiere sie und trainiere gezielt im Körper und im Kopf.


Denn am Ende geht es nicht darum, stärker als deine Angst zu sein. Es geht darum, zu wissen, dass du stärker sein kannst als das, was dich gerade zurückhält.


Let’s go.


Deine Tanja ❤        

Cert. Female Performance Coach        

Cert. Personal Trainer        

Mental Coach   

 
 
 

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